Antioxidans

Medizinische Studien zu Melatonin

Die Coronavirus-Krankheit 2019 (COVID-19): Sicherheit und therapeutische Wirksamkeit von Melatonin stehen im Vordergrund

2021-07 Ramos E, López-Muñoz F, Gil-Martín E, Egea J, Álvarez-Merz I, Painuli S, Semwal P, Martins N, Hernández-Guijo JM, Romero A

Virusinfektionen stellen eine tektonische Konvulsion in der Normophysiologie der Wirte dar. Die derzeitige Coronavirus-Pandemie 2019 (COVID-19) ist keine Ausnahme, und daher löst die Infektion mit dem schweren akuten respiratorischen Syndrom Coronavirus 2 (SARS-CoV-2) wie jede andere eindringende Mikrobe eine generalisierte Immunantwort aus, sobald das Virus mit dem Körper in Kontakt kommt.

Einfluss diätetischer Melatonin-Quellen auf die Schlafqualität: Eine Übersichtsarbeit

2020-01 Pereira N, Naufel MF, Ribeiro EB, Tufik S, Hachul H

Schlaf ist ein wesentliches biologisches Phänomen, da er ein physiologischer und verhaltensbezogener Prozess ist, der für die Lebensqualität notwendig ist. Melatonin ist ein zirkadianes Hormon, das nachts von der Zirbeldrüse produziert wird und durch den Hell-Dunkel-Zyklus unter der Kontrolle des suprachiasmatischen Nucleus reguliert wird. Melatonin ist ein Indolamin, das aus der essentiellen Aminosäure Tryptophan über Serotonin synthetisiert wird. Melatonin kommt auch in Pflanzen vor, wo es zur Bekämpfung von oxidativem Stress beiträgt. Präsentation einer systematischen Übersicht über die Fähigkeit der Nahrungsquellen von Melatonin, gesunden Schlaf zu fördern.

Die neuroprotektive Wirkung von Melatonin: mögliche Rolle in der Pathophysiologie neuropsychiatrischer Erkrankungen

2019-10 Lee JG, Woo YS, Park SW, Seog DH, Seo MK, Bahk WM

Melatonin ist ein Hormon, das von der Zirbeldrüse sezerniert wird. Bisher ist bekannt, dass Melatonin über die Steuerung des zirkadianen Rhythmus den Schlafzyklus reguliert. Aktuelle Fortschritte in Neurowissenschaften und Molekularbiologie haben jedoch zur Entdeckung neuer Wirkungen und Effekte von Melatonin geführt.

Auswirkungen einer Melatonin-Supplementierung bei Frauen mit ungeklärteUnfruchtbarkeit, die sich einer Fruchtbarkeitsbehandlung unterziehen

2019-08 Espino J, Macedo M, Lozano G, Ortiz Á, Rodríguez C, Rodríguez AB, Bejarano I

Von ungeklärter Unfruchtbarkeit spricht man, wenn häufige Ursachen für den unerfüllten Kinderwunsch eines Paares ausgeschlossen wurden. Auch wenn die zugrunde liegenden Ursachen der idiopathischen Unfruchtbarkeit noch unklar sind, wird angenommen, dass Faktoren wie eine veränderte oxidative Bilanz eine Rolle spielen. Melatonin ist ein hervorragendes Antioxidans, das Berichten zufolge in der Follikelflüssigkeit (FF) vorkommt und als hilfreiches Instrument für die Behandlung der Unfruchtbarkeit beim Menschen vorgeschlagen wurde.

Melatonin, ein Allround-Talent zur Krebsbekämpfung: Hemmung der Entstehung, Progression und Metastasierung

2017-04 Reiter RJ, Rosales-Corral SA, Tan DX, Acuna-Castroviejo D, Qin L, Yang SF, Xu K

Es gibt höchst belastbare Belege dafür, dass Melatonin Krebserkrankungen in den Phasen der Entstehung, Progression und Metastasierung abschwächt. In vielen Fällen wurden molekulare Mechanismen, die diesen hemmenden Wirkungen zugrunde liegen, postuliert. Überraschend ist jedoch die große Anzahl von Prozessen, über die Melatonin angeblich die Entwicklung und das Wachstum von Krebs hemmt.

Serumspiegel von Melatonin und oxidativen Stressmarkern sowie die Korrelation zwischen den beiden bei unfruchtbaren Männern

2013-11 Soleimani Rad S, Abbasalizadeh S, Ghorbani Haghjo A, Sadagheyani M, Montaseri A, Soleimani Rad J

Unfruchtbarkeit betrifft 15 % der jungen Paare in verschiedenen Gesellschaften. Einer der Faktoren, die die Fruchtbarkeit beeinträchtigen könnten, ist oxidativer Stress. Daher ist das Ziel der vorliegenden Studie, das Niveau von Melatonin, einem Radikalfänger, und seine Korrelation mit oxidativen Biomarkern bei unfruchtbaren Männern zu untersuchen.

Melatonin bei septischem Schock: einige neue Ansätze

2010-12 Srinivasan V, Pandi-Perumal SR, Spence DW, Kato H, Cardinali DP

Melatonin ist ein vielseitiges Molekül, das nicht nur in der Zirbel­drüse, sondern auch in vielen anderen Organen synthetisiert wird. Melatonin spielt im Schlafverhalten, bei der Regulierung des circadianen Rhythmus und der Immunfunktionen, als Antioxidans, durch seine mitochondriale Schutzfunktion und seinen Einfluss auf Fortpflanzungs­fähigkeit und Stimmung eine bedeutende physio­logische Rolle.

Melatonin: ein Multitasking-Molekül

2010-12 Reiter RJ, Tan DX, Fuentes-Broto L

Es hat sich gezeigt, dass Melatonin (N-Acetyl-5-Methoxytryptamin) ein allgemein verbreitetes Molekül mit unterschiedlicher Funktionsweise ist. Die Mechanismen, welche seine Synthese in der Zirbeldrüse steuern, sind gut erforscht; daneben weiß man auch zunehmend besser über die von der Netzhaut und der biologischen Uhr gesteuerten Prozesse Bescheid, welche die circadiane Produktion von Melatonin in der Zirbeldrüse modulieren.

Positive Wirkung von Melatonin bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen

2010-05 Reiter RJ, Tan DX, Paredes SD, Fuentes-Broto L

Experimentelle Daten aus Humanstudien und Nagetiermodellen lassen vermuten, dass Melatonin in der Behandlung mehrerer kardiovaskulärer Erkrankungen von Nutzen sein kann. Insbesondere die Anwendung von Melatonin zur Senkung von essentiellem Bluthochdruck sollte eingehender betrachtet werden. Im Nagetiermodell zeigte Melatonin eine ausgeprägte Wirksamkeit bei der Begrenzung abnormer Herzfunktionen und des Verlusts von essentiellem Herzgewebe aufgrund von Ischämie-Reperfusionsschäden.

Ein Molekül, viele Derivate: Eine nicht enden wollende Wechselwirkung von Melatonin mit reaktiven Sauerstoff- und Stickstoffspezies?

2007-01 Tan DX, Manchester LC, Terron MP, Flores LJ, Reiter RJ

Melatonin ist ein hochkonserviertes Molekül. Es lässt sich evolutionsgeschichtlich bis zu sehr alten photosynthetischen Prokaryoten zurückverfolgen. Eine primitive und primäre Funktion von Melatonin ist seine Aktivität als rezeptorunabhängiger Fänger freier Radikale und Antioxidans mit breitem Wirkspektrum.

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