zirkadianer Rhythmus

Medizinische Studien zu Melatonin

Die Coronavirus-Krankheit 2019 (COVID-19): Sicherheit und therapeutische Wirksamkeit von Melatonin stehen im Vordergrund

2021-07 Ramos E, López-Muñoz F, Gil-Martín E, Egea J, Álvarez-Merz I, Painuli S, Semwal P, Martins N, Hernández-Guijo JM, Romero A

Virusinfektionen stellen eine tektonische Konvulsion in der Normophysiologie der Wirte dar. Die derzeitige Coronavirus-Pandemie 2019 (COVID-19) ist keine Ausnahme, und daher löst die Infektion mit dem schweren akuten respiratorischen Syndrom Coronavirus 2 (SARS-CoV-2) wie jede andere eindringende Mikrobe eine generalisierte Immunantwort aus, sobald das Virus mit dem Körper in Kontakt kommt.

Melatoninspiegel im Blut kann als potenzieller Biomarker für Prostata- und hepatozelluläre Karzinome dienen

2021-03 Sartorelli L, Neto RJ, Moscheta-Pinheiro M, de Castro T, Fernandes F, Silva R, Novais A, Chuffa LG, Reiter R, Zuccari DA

Viele Körperfunktionen weisen zirkadiane Rhythmen auf, die durch einen endogenen Mechanismus gesteuert werden, der durch zirkadiane Gene reguliert wird, und diese Genexpressionen kontrollieren eine zentrale Uhr im Gehirn und untergeordnete Uhren in peripheren Geweben. Das moderne Leben hat jedoch Umweltfaktoren mit sich gebracht, die häufig die natürlichen zirkadianen Rhythmen stören. Eine Störung des zirkadianen Rhythmus hat sich als unabhängiger Risikofaktor für Krebserkrankungen erwiesen.

Melatonin: Von der Pharmakokinetik zum klinischen Einsatz bei Autismus-Spektrum-Störung

2021-02 Lalanne S, Fougerou-Leurent C, Anderson GM, Schroder CM, Nir T, Chokron S, Delorme R, Claustrat B, Bellissant E, Kermarrec S, Franco P, Denis L, Tordjman S

Die Rolle von Melatonin wurde ausgiebig bei pathophysiologischen Zuständen, einschließlich Autismus-Spektrum-Störung (ASD), untersucht. Eine reduzierte Melatonin-Sekretion wurde bei ASD berichtet und führte zu vielen klinischen Studien mit oralen Melatonin-Formulierungen mit sofortiger und verlängerter Freisetzung.

Die abendliche Beleuchtung zu Hause wirkt sich negativ auf das zirkadiane System und den Schlaf aus

2020-11 Cain SW, McGlashan EM, Vidafar P, Mustafovska J, Curran SPN, Wang X, Mohamed A, Kalavally V, Phillips AJK

Der regelmäßige Auf- und Untergang der Sonne führte zur Entwicklung von 24-Stunden-Rhythmen in praktisch allen Organismen. In einem evolutionären Herzschlag hat der Mensch mit elektrischem Licht die Kontrolle über seine Lichtumgebung übernommen. Der Mensch ist sehr lichtempfindlich, doch die meisten Menschen nutzen Licht heute bis zum Schlafengehen. Wir evaluierten die Auswirkungen moderner Beleuchtungsumgebungen zu Hause in Bezug auf Schlaf und Lichtempfindlichkeit auf individueller Ebene mit einem neuen tragbaren Spektrophotometer.

Wirkung eines akuten totalen Schlafentzugs auf die Plasmaspiegel von Melatonin, Cortisol und Metaboliten und deren Rhythmizität bei Frauen.

2020-01 Honma A, Revell VL, Gunn PJ, Davies SK, Middleton B, Raynaud FI, Skene DJ

Störungen des Schlafes und des zirkadianen Rhythmus können sich auf den Stoffwechsel auswirken. Das Ziel der Studie bestand darin, die Wirkung von akutem Schlafentzug auf die Plasmaspiegel von Melatonin, Cortisol und Metaboliten zu untersuchen, um das Verständnis der Stoffwechselwege zu verbessern, die an den Prozessen im Rahmen der Schlaf-/Wachregulation beteiligt sind.

Schlechte Schlafqualität assoziiert mit selbst gemeldeten psychiatrischen und kardiometabolischen Symptomen unabhängig von Schlaf-Timing-Mustern in einer großen Stichprobe von land- und städtischen Arbeitern.

2020-01 Carvalho FG, Cunha AMD, Tonon AC, Pereira FDS, Matte U, Callegari-Jacques SM, Hidalgo MP

Schlechter Schlaf geht mit pathologischen Auswirkungen auf Psyche und Herz-Kreislauf-System einher. Welche Rolle die Merkmale des Schlafrhythmus für die Mechanismen spielen, über die dieser Wirkzusammenhang entsteht, ist ungeklärt.

Schlafbezogen zeitlich vorverlagerte Melatoninausschüttung bei Frauen mit medikamentös unbehandelter schwerer Depression

2019-10 Coleman MY, McGlashan EM, Vidafar P, Phillips AJK1, Cain SW

Studien zur zirkadianen Zeitgebung bei Depression haben uneinheitliche Ergebnisse erbracht, wobei einige Untersuchungen auf Phasenvorsprünge Phasenvorverlagerung und andere auf Phasenverzögerungen hindeuten. Diese Variabilität könnte auf Unterschiede bezüglich der Diagnose der Teilnehmenden, der Arzneimittelanwendung und der Methodik der einzelnen Studien zurückzuführen sein.

Gesünderer Rhythmus, gesünderes Gehirn? Die Integrität der zirkadianen Melatonin- und Temperaturrhythmen steht im Zusammenhang mit dem klinischen Zustand hirngeschädigter Patienten

2019-08 Blume C, Angerer M, Raml M, Del Giudice R, Santhi N, Pichler G, Kunz AB, Scarpatetti M, Trinka E, Schabus M

Annahmen zufolge steht ein gesunder zirkadianer Rhythmus im Zusammenhang mit einem besseren Zustand hirngeschädigter Patienten und unterstützt das Eintreten von Bewusstheit bei Patientengruppen, die sich durch eine relative Bewusstseinsinstabilität auszeichnen, wie z. B. Patienten mit Bewusstseinsstörungen (DOC).

Melatonin: ein Multitasking-Molekül

2010-12 Reiter RJ, Tan DX, Fuentes-Broto L

Es hat sich gezeigt, dass Melatonin (N-Acetyl-5-Methoxytryptamin) ein allgemein verbreitetes Molekül mit unterschiedlicher Funktionsweise ist. Die Mechanismen, welche seine Synthese in der Zirbeldrüse steuern, sind gut erforscht; daneben weiß man auch zunehmend besser über die von der Netzhaut und der biologischen Uhr gesteuerten Prozesse Bescheid, welche die circadiane Produktion von Melatonin in der Zirbeldrüse modulieren.

Wirkung von retardiertem Melatonin auf Schlafverhalten und psychomotorische Leistung bei älteren Insomnie-Patienten

2009-09 Luthringer R, Muzet M, Zisapel N, Staner L

Ziel dieser Studie war es, zu untersuchen, wie sich Melatonin (2 mg) mit verzögerter Wirkstofffreisetzung (PRM) auf das Schlafverhalten bzw. auf die psychomotorische Leistung am Folgetag bei Patienten mit primärer Insomnie ab einem Alter von 55 Jahren auswirkt. Die primäre Insomnie wurde anhand der vierten überarbeiteten Auflage des Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders der American Psychiatric Association definiert.

Phasenabhängige Behandlung des verzögerten Schlafphasensyndroms mit Melatonin

2005-10 Mundey K, Benloucif S, Harsanyi K, Dubocovich ML, Zee PC

Das verzögerte Schlafphasensyndrom (DSPS) ist eine Schlafstörung, die vom circadianen Rhythmus verursacht wird und sich in extrem späten Einschlaf- und Aufwachzeiten äußert. Die Einnahme von Melatonin zur Schlafenszeit führt bei DSPS-Patienten zu einer Vorverlegung der Einschlafzeit und der circadianen Phase. Allerdings weiß man wenig darüber, welche Dosierung und welcher Einnahmezeitpunkt am effektivsten sind. In der vorliegenden Studie wurde bei Personen mit DSPS die Wirksamkeit von Melatonin bei der Vorverlegung der Einschlafzeit bzw. der circadianen Phase untersucht.

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